Haarkur oder Spülung – was Dein Haar wirklich braucht
Protein, Feuchtigkeit oder beides? So findest Du die richtige Kur und vermeidest den häufigsten Pflegefehler.
Spülung und Haarkur werden oft synonym verwendet, tun aber Unterschiedliches – und genau daraus entsteht der häufigste Pflegefehler.
Der Unterschied in einem Satz
Die **Spülung** wirkt an der Oberfläche, schließt die Schuppenschicht und macht das Haar kämmbar – nach jeder Wäsche, eine bis zwei Minuten. Die **Kur** bringt Wirkstoffe in die Haarfaser und braucht fünf bis zwanzig Minuten – ein- bis zweimal pro Woche.
Feuchtigkeit oder Protein?
Hier liegt der Knackpunkt. Zu viel Protein macht Haar hart und brüchig, zu viel Feuchtigkeit macht es schlaff und gummiartig.
•**Haar fühlt sich strohig, trocken, aufgeraut an**: Feuchtigkeitskur mit Glycerin, Panthenol, Aloe.
•**Haar fühlt sich schlapp an, dehnt sich nass stark und reißt**: Proteinkur mit Keratin oder hydrolysierten Weizenproteinen.
•**Blondiert oder chemisch behandelt**: im Wechsel beides, plus eine Bond-Builder-Kur alle zwei Wochen.
Richtig anwenden
Haare nach dem Shampoo gut ausdrücken – auf nassem Haar verdünnt sich die Kur und wirkt kaum. Nur auf Längen und Spitzen auftragen, den Ansatz aussparen. Einwirkzeit einhalten, dann lauwarm ausspülen. Wärme durch ein Handtuch verbessert die Aufnahme.
Mehr als 20 Minuten bringen nichts: Was nicht eindringt, bleibt außen liegen.
Was eine gute Kur kostet
Drogeriekuren zwischen 3 und 8 Euro leisten für die meisten Haartypen alles Nötige. Bond-Builder und Salonkuren liegen bei 20 bis 35 Euro – sinnvoll nur bei stark blondiertem Haar. Achte auf den Grundpreis pro 100 ml, dann siehst Du sofort, welches Angebot wirklich günstig ist.
Häufige Fragen
Wie oft Haarkur pro Woche?
Kann ich Kur und Spülung kombinieren?
Warum werden meine Haare von der Kur strohig?
Noch Fragen zu Haare?
Frag Jenny – sie beantwortet Deine Fragen zu Hautpflege, Haarstyling und Make-up und findet passende Produkte.
