Haaröl richtig anwenden – welches Öl zu welchem Haar passt
Arganöl, Kokosöl oder Silikonöl? Wir erklären die Unterschiede und zeigen, wie Du Öl einsetzt, ohne dass die Haare strähnig werden.
Haaröl ist das Produkt mit der größten Spanne zwischen Erwartung und Ergebnis: Richtig eingesetzt glättet es und bringt Glanz, falsch dosiert wirkt das Haar fettig und platt.
Welches Öl für welche Haarstruktur
•**Feines Haar**: leichte Öle wie Jojoba oder Traubenkernöl, nur in die Spitzen, wenige Tropfen.
•**Dickes oder krauses Haar**: Arganöl, Avocado- oder Sheabutter-Mischungen – sie legen sich schwerer auf und bändigen Frizz.
•**Geschädigtes, blondiertes Haar**: Kokosöl vor der Wäsche. Es dringt tatsächlich in die Haarfaser ein und reduziert Proteinverlust.
•**Lockiges Haar**: Öl auf die feuchten Längen, danach nicht mehr durchkämmen – das erhält die Lockendefinition.
Vor oder nach der Wäsche?
Beides funktioniert, aber unterschiedlich. Als **Pre-Wash** eine halbe bis zwei Stunden vor dem Shampoo einmassiert, schützt Öl die Haarfaser beim Waschen. Nach der Wäsche in die handtuchtrockenen Spitzen gegeben, versiegelt es die Schuppenschicht und macht das Haar glänzend.
Faustregel für die Menge: zwei bis drei Tropfen bei schulterlangem Haar, in den Handflächen verteilen, nur ab Ohrhöhe abwärts.
Silikon ist nicht der Feind
Viele Öle für den Sofort-Effekt enthalten Dimethicone. Das ist kein Qualitätsmangel – Silikone glätten zuverlässig und lassen sich mit normalem Shampoo auswaschen. Nur wer Locken trägt oder Co-Washing macht, greift besser zu rein pflanzlichen Ölen.
Preislich: Reine Pflanzenöle gibt es ab 4 Euro, gute Stylingöle ab 8 Euro. Salonmarken kosten oft das Fünffache bei fast identischer Rezeptur – hier lohnt der Preisvergleich am meisten.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich Haaröl benutzen?
Macht Haaröl die Haare fettig?
Welches Haaröl bei Spliss?
Noch Fragen zu Haare?
Frag Jenny – sie beantwortet Deine Fragen zu Hautpflege, Haarstyling und Make-up und findet passende Produkte.
